Musik gegen Windmühlen - aus Chemnitz

Texte

Doch morgen (2018)

Kerl wie 'n Baum. Für Gundermann

Text: Henry-Martin Klemt

 

War 'n Kerl wie 'n Baum
Mit 'ner Krone so groß
Mit 'ner Wurzel so tief
So viel Erde im Schoß
So viel Himmel im Haar
Alle Arme verstrickt
In die Winde der Welt
Und kein Sturm der ihn knickt

War 'n Kerl wie 'n Baum
Wo die Vögel drin wohn
Fraß 'ne Raupe sein Blatt
Sah er 'n Schmetterling schon
Und kein Frost der ihn fällt
Und kein Beil das ihn schreckt
Wo der Blitz ihn verbrannt
Spielten Kinder Versteck

War 'n Kerl wie 'n Baum
Der das Gift für mich fraß
Daß ich Luft gekriegt hab
Wenn ich neben ihm saß
Und hielt Ausschau für mich
Nach den andern im Wald
Deckt sein Schatten mich zu
Wars mir nich mehr so kalt

War 'n Kerl wie 'n Baum
Hat den Regen geliebt
Und den schneeweißen Schnee
Und das Licht im Zenit
All die Erde im Schoß
All den Himmel im Haar
Und 'n Schmetterling sitzt
Jetzt im Gras wo das war

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